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PKV Leistungen

Die Leistungen der PKV im √úberblick


Sie alleine als Kunde entscheiden, was Ihre private Krankenversicherung leisten soll. Der mitunter Gr√∂√üte Vorteil der PKV ist, da√ü der Kunde durch die Wahlfreiheit bei den Tarifen die Leistung selbst bestimmen kann. So sind die Leistungen beim Arzt, die Unterbringung im Krankenhaus und die Erstattungss√§tze f√ľr Zahnbehandlungen und Zahnersatz frei w√§hlbar.

  1. Ambulante Behandlungen

    Arztbesuche, verschriebene Medikamente und Heilmittel (wie z.B. Massagen, Fango und Krankengymnastik) oder Hilfsmittel (wie z.B. Brillen und Kontaktlinsen, Hörgeräte und Prothesen) werden je nach Tarif entweder ganz - oder zu einem bestimmten Prozentsatz erstattet.

  2. Beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden:

    Ein Zahn-Tarif √ľbernimmt Ihre Kosten f√ľr Zahnbehandlungen, Prophylaxe und Zahnersatz und zudem auch die Kosten f√ľr Kieferorthop√§die (z.B. Kieferkorrekturen oder Zahnspangen f√ľr Ihr Kind). F√ľr Zahnbehandlungen k√∂nnen Sie zwischen 80 und 100% Erstattung vereinbaren, beim Zahnersatz zwischen 40 und 100%. In manchen Tarifen k√∂nnen Sie wahlweise auch komplett verzichten auf irgendwelche Zahnleistungen.

  3. Im Krankenhaus:

    Die private Krankenversicherung erstattet Ihnen alle Kosten, welche durch √§rztliche Behandlungen oder f√ľr die Unterkunft und Pflege im Krankenhaus entstehen. Lediglich bei der Wahl der Unterbringung auf der Privatstation und bei der Art der Behandlung m√ľssen Sie eine Entscheidung treffen. Sie entscheiden, ob (Einzel- oder Doppelzimmer, Chefarztbehandlung oder nicht) bevorzugen oder ob Ihnen das Mehr-Bett-Zimmer mit Behandlung durch den Stationsarzt ausreicht oder ob Sie eine Unterbringung auf der Privatstation im Einzel- oder Doppelzimmer mit Chefarztbehandlung bevorzugen. Einige Tarife bieten auch die Kombination Mehr-Bett-Zimmer / Chefarzt an.

  4. Pflegepflichtversicherung:

    Seit Januar 1995 ist das Vorhandensein einer Pflegeversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Dies gilt auch f√ľr privat versicherte.

  5. Gesetzlicher Beitragszuschlag:

    Seit dem Inkrafttreten des Gesundheitsreformgesetzes aus dem Jahr 2000 ist jede privat versicherte Person verpflichtet auf die Krankenversicherungstarife einen Zuschlag von 10% zu bezahlen. Der Privatversicherer ist hierbei verpflichtet diese 10% anzusparen und f√ľr eine Beitragsentlastung ab dem 65. Lebensjahr zu verwenden. Die Beitr√§ge werden hierbei f√ľr den Kunden m√∂glich hoch verzinst angelegt.

  6. Kranken-Tagegeld gegen Verdienstausfall:

    Mit einer Krankentagegeldversicherung kann man potentiellen Einkommensverlusten bei längerer Arbeitsunfähigkeit vorbeugen.

Ihre PKV können Sie zusätzlich noch um folgende Tarife ergänzen:

  1. Krankenhaus-Tagegeld

    In der Regel sind Krankenhausaufenthalte relativ selten und nur kurzzeitig weshalb wir ein Krankenhaus-Tagegeld nur als begrenzt notwendig halten. F√ľr Selbst√§ndige und Freiberufler kann diese Versicherung aber interessant sein. F√ľr Angestellte dagegen weniger, weil diese ohnehin eine Lohnfortzahlung von mind. 42 Tagen durch den Arbeitgeber erhalten.

  2. Kurtarife oder Kur-Tagegelder

    REHA-Ma√ünahmen und Kuren sind Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherungstr√§ger (LVA, BfA, Knappschaft oder Berufsgenossenschaft). Dadurch sind die Arbeitnehmer √ľblicherweise automatisch gesetzlich abgesichert. Manche Privattarife beinhalten trotzdem auch Leistungen f√ľr Kuraufenthalte f√ľr den Fall, da√ü der gesetzliche Tr√§ger die Kosten√ľbernahme ablehnt. Bei anderen wiederum k√∂nnen solche Leistungen durch spezielle Kurtarife oder Kur-Tagegelder extra versichert werden. Selbst√§ndige und Freiberufler sind im Regelfall nicht Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung, weshalb dieser Personenkreis diese Versicherung in ihr Kalk√ľl mit aufnehmen sollte.

  3. Pflege-Zusatzversicherungen oder Pflege-Tagegelder

    Die privaten Pflegepflichtversicherung und die gesetzliche Pflegeversicherung sind in ihren Leistungen identisch und das Leistungsspektrum ist bei beiden eher gering. Wer die Leistungen seiner Pflegeversicherung verbessern möchte, kann sich nahezu bei jedem privaten Versicherer durch entsprechende Tarife zusätzlich absichern.

  4. Entlastungstarife (zusätzliche Beitragsentlastung in der Rente)

    Die meisten Krankenversicherer bieten spezielle Zusatz-Tarife an, welche den Beitrag ab einem bestimmten Alter um einen festen Betrag oder einen gewissen Prozentsatz senken. Diese Entlastungstarife sind meist nur f√ľr Angestellte interessant, weil der Arbeitgeber auch hier die H√§lfte des Beitrages √ľbernimmt, solange sein Anteil an der Krankenversicherung nicht mehr als insgesamt 287,44 EUR betr√§gt (Stand Januar 2013). Der Arbeitgeberanteil zur Pflegeversicherung ist noch hinzuzurechnen. Er betr√§gt derzeit maximal 40,36 EUR (in Sachsen jedoch nur 20,67 EUR)

Tipp

Die Altersr√ľckstellungen der PKV und die gesetzlich verankerte Altersentlastung von 10% sollten f√ľr einen stabilen Beitrag im Alter ausreichend sein. Nur bei Versicherungsnehmern die sich sp√§t f√ľr einen Eintritt in ein PKV entscheiden bietet sich so ein Entlastungstarif an. Unseres Erachtens ist ein Einschu√ü aber nur lohnenswert, wenn man dauerhaft beim der gleichen Versicherungsgesellschaft bleibt und nicht mehr in die GKV zur√ľckkehren will respektive mu√ü. Dies liegt daran, da√ü bei einem sp√§teren Wechsel des PKV-Unternehmens oder einer dauerhaften R√ľckkehr zur gesetzlichen Krankenversicherung die Anspr√ľche aus den zus√§tzlichen Zahlungen verlieren. Die Entlastungstarife sind auch sp√§ter im Rentenalter weiter zu bezahlen.