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PKV im Rentenalter

Die PKV im Rentenalter


Im Rentenalter ist eine preiswerte Krankenversicherung besonders wichtig, da mit Beginn der Altersrente auch meist das Einkommen verringert. Des Weiteren treten in der Regel mit zunehmendem Alter auch h├Ąufiger Krankheiten auf.

Derzeit geht man davon aus, da├č im Rentenalter die gesetzliche Krankenkasse g├╝nstige Beitr├Ąge garantiert. Dies ist aber ein Trugschlu├č, da bereits seit 1983 Rentner in der gesetzlichen Krankenkasse ebenfalls bezahlen m├╝ssen. Seit 1997 ist sogar die Bezahlung des allgemeinen Beitragssatzes zu entrichten.

Mit Beginn der Rente entf├Ąllt auch die Familienversicherung. Das bedeutet, da├č auch der Ehepartner und die Kinder die eigenen Beitr├Ąge f├╝r die gesetzliche Krankenkasse bezahlen m├╝ssen. Dies gilt auch dann, wenn sie keine oder nur geringf├╝gige Eink├╝nfte haben.

F├╝r pflichtversicherte Rentner in der KVdR (Krankenversicherung der Rentner) ergibt sich folgende Situation:

Wenn Sie innerhalb der zweiten H├Ąlfte Ihres Berufslebens zu mindestens 90% in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren, z├Ąhlen Sie als Pflichtmitglied in der KVdR (Krankenversicherung der Rentner). Dies ist unabh├Ąngig davon, ob Sie dort freiwillig- oder pflichtversichert waren oder kostenlos ├╝ber die Familienversicherung Ihres Ehepartners. F├╝r Pflichtmitglieder in der KVdR gilt immer folgendes:



  • F├╝r den errechneten Krankenkassenbeitrag ├╝bernimmt Ihre gesetzliche Rentenversicherung generell die H├Ąlfte. Der Eigenanteil von 0,9% ist aber von Ihnen alleine zu bezahlen.
  • Die Pflegeversicherung ist weiterhin in voller H├Âhe zu zahlen.
  • Auf renten├Ąhnliche Einnahmen wie z.B. Betriebsrenten, Versorgungsbez├╝ge, Pensionen sowie auf Hinzuverdienste wird Ihnen der volle Beitragssatz berechnet!
  • Auf alle anderen Eink├╝nfte (z.B. Zins- oder Mieteinnahmen) m├╝ssen Sie keine zus├Ątzlichen Beitr├Ąge entrichten.

F├╝r freiwillig Versicherte Rentner ergibt sich folgende Situation in der GKV: Wenn Sie innerhalb der zweiten H├Ąlfte Ihres Berufslebens weniger als 90% in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren, z├Ąhlen Sie zu den "freiwillig versicherten Rentner". Laut Gesetz berechnet sich die Beitragsbemessung nach der gesamten Leistungsf├Ąhigkeit eines Mitgliedes:

  • In diesem Fall wird Ihnen von der gesetzlichen Krankenkasse auf s├Ąmtliche private Einnahmen der volle Beitragssatz berechnet, also auch f├╝r Eink├╝nfte aus Sparvertr├Ągen, Lebens- oder Rentenversicherungen, Miet- und Zinseinnahmen, Dividenden aus Wertpapieren, aus Fonds oder Beteiligungen, etc.
  • Besonders f├╝r Selbst├Ąndige besteht genau hier die Krux. Denn sie haben fast immer nur geringe Rentenanspr├╝che aus der gesetzlichen Rentenversicherung, weil sie zu Recht in diese "Konkursmasse" nicht mehr einzahlen. Selbst├Ąndige sorgen vielmehr privat vor - und m├╝ssen somit auf nahezu alle sp├Ąteren Eink├╝nfte den vollen Beitragssatz zahlen.
  • Wie f├╝r pflichtversicherte Rentner gilt auch hier, da├č der Krankenkassenbeitrag, der auf die Eink├╝nfte der gesetzlichen Altersrente anf├Ąllt, zur H├Ąlfte von der staatlichen Rentenversicherung erstattet wird. Auch hier ist der Beitrag zur Pflegeversicherung sowie der Eigenanteil von 0,9% von Ihnen alleine und komplett zu bezahlen.

Aufgrund dessen m├╝ssen viele freiwillig Versicherte Rentner monatlich 500 Euro und mehr an Beitr├Ągen abf├╝hren. Hinzu kommt hier noch die Pflegeversicherung und den Eigenanteil von 0,9%. Diese Belastung erh├Âht sich im Durchschnitt sogar um 5,5% pro Jahr.

Die Situation in der privaten Krankenversicherung:
Vor einigen Jahren gab es eine Kritik an privaten Krankenversicherern weil die Versicherungsbeitr├Ąge f├╝r Rentner mitunter sehr hoch waren. Man nahm sich des Problems an und f├╝hrte wichtige Verbesserungen ein, die im Folgenden erl├Ąutert werden:

- Altersr├╝ckstellungen:

Privatversicherer bilden seit einigen Jahren freiwillige Altersr├╝ckstellungen, um ├╝berproportional hohe Beitr├Ąge im Alter zu verhindern. Damit reduziert sich der Beitrag im sp├Ąteren Rentenalter mit jedem Jahr der Mitgliedschaft.

- Basis-Tarife f├╝r Rentner:

Ab dem 55. Lebensjahr hat jeder Rentner das Recht, in den Basis-Tarif seiner privaten Krankenversicherung zu wechseln. Die Leistungen des Basis-Tarifes entsprechen den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse und kosten daf├╝r aber auch maximal so viel. Die vom PKV-Unternehmen bis dahin gebildeten Altersr├╝ckstellungen sorgen zus├Ątzlich f├╝r eine Kostensenkung. Dadurch kann die monatliche Pr├Ąmie sogar weit unter dem Maximalbeitrag der gesetzlichen Krankenkasse liegen.

- Gesetzlicher Zuschlag:

Seit der der Gesundheitsreform aus dem Jahr 2000 schreibt der Gesetzgeber einen 10%-igen Zuschlag auf den Beitrag zur privaten Krankenversicherung vor. Dieser mu├č bestm├Âglich verzinst werden und darf von der Versicherung nur dazu verwendet werden, die Beitr├Ąge im Rentenalter zu reduzieren. Auf die private Pflegeversicherung oder auf eventuell eingeschlossene Tagegelder wird kein Zuschlag erhoben.

├ťbrigens gilt, wer als Rentner einen Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung (BfA/LVA) hat, bekommt auch einen Zuschu├č zu den Beitr├Ągen seiner privaten Krankenversicherung. Dieser betr├Ągt 50 Prozent des Beitragssatzes aus der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) und maximal die H├Ąlfte des PKV-Beitrages. Neben den Zusch├╝ssen f├╝r Alters-, Berufs- oder Erwerbsunf├Ąhigkeitsrenten werden auch Unterst├╝tzungen zu Witwen- und Waisenrenten gezahlt.