Nachteile der privaten Krankenversicherung (PKV)
Obwohl die private Krankenversicherung oft durch exzellente Leistungen besticht, gibt es einige Faktoren, die vor einem Wechsel kritisch geprüft werden sollten. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Nachteile:
- Gesundheitsprüfung & Vorerkrankungen: Im Gegensatz zur GKV kann die PKV Anträge ablehnen oder Risikozuschläge erheben. Auch Leistungsausschlüsse sind möglich, wodurch der Versicherte die Kosten für bestimmte Behandlungen oder Folgeerkrankungen selbst tragen muss.
- Einkommensunabhängige Beitragspflicht: Die Beiträge müssen auch gezahlt werden, wenn kein Einkommen erzielt wird (z. B. nach sechs Wochen Krankheit, während der Elternzeit oder bei Arbeitslosigkeit im Alter). Ein Tarifwechsel in einen günstigeren Schutz ist oft die einzige Option, reduziert jedoch auch das Leistungsniveau.
- Wartezeiten & Zahnstaffeln: Viele Tarife sehen für bestimmte Leistungen (insb. Zahnersatz oder Psychotherapie) Wartezeiten vor. Zudem ist die Kostenerstattung in den ersten Versicherungsjahren oft durch eine "Zahnstaffel" auf feste Höchstbeträge begrenzt.
- Keine kostenfreie Familienversicherung: In der PKV gibt es keine beitragsfreie Mitversicherung für Kinder oder nicht erwerbstätige Ehepartner. Jede Person benötigt einen eigenen Vertrag mit eigener Prämie, was für kinderreiche Familien finanziell nachteilig sein kann.
- Erschwerte Rückkehr in die GKV: Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenkasse ist gesetzlich stark reglementiert. Er ist meist nur möglich, wenn das Einkommen dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze fällt oder Versicherungspflicht durch Arbeitslosigkeit eintritt – und das in der Regel nur bis zum 55. Lebensjahr.

